Schönes Wetter und unerträgliche Lärmbelästigung

Da schafft es die Natur endlich einmal, ein schönes Pfingstwetter hinzulegen, wie selbst von mir noch nie gesehen - und glauben sie mir, ich habe alle bisherigen Pfingsten penibel protokolliert und weiß wovon ich spreche -  und es gibt trotzdem noch ein paar unflätige Menschen, die dieses Vergnügen zunichte machen können.

So geschehen vorhin, als ich meinen wohlverdienten Sicherungsrundgang um unser Wohnhaus absolvierte. Die Ruhe und das wohlige Wetter animierten wunderbar zum aussinnen neuer Methodiken, um die Hausbewohner vor negativen Einflüssen von außen zu schützen und ich war das erste mal seit langem bei weniger als 10 zu ändernden Dingen bis zur Perfektion, als plötzlich wie aus dem Nichts ein fürchterliches Geräusch die selige Ruhe störte:

Motorräder.

Eine komplette Motorrad-Gang mit abgenutzten Lederjacken, welche die Aufschrift “Zodom und Komorrah” trugen, versammelte sich direkt vor mir. Entschlossen trat ich also vor und forderte die Gruppe mit fester Stimme auf, die Motoren abzustellen, und dass die Herren Repräsentanten Zodom und Komorrah vortreten mögen.

Zu meiner Verwundungerung stieß mein energischer Vorstoß auf albernes Gekichere seitens der offenbar infantil veranlagten Motorradfahrer. Ein besonders bärtiger unter ihnen meldete sich zu Worte. Sie erfragten den Weg zum nächstgelegenen  McD.

Klar, hätte ich mir natürlich gleich denken können, dass solche Leute keinen Sinn für richtige Nahrung haben. Ich erklärte also im Interesse der Ruhe für die Hausgemeinschaft schnell die Route (natürlich nicht ohne einen Umweg an der lokalen Polizeidienststelle einzuflechten - es schadet sicher nicht, wenn die Obrigkeit mal einen Blick auf diese Gesellen und ihre stümperhaft verarbeiteten Maschinen wirft) und gab noch einen wohlgemeinten Tipp mit auf den Weg, sich mal anständige Motorradbekleidung zuzulegen. Schließlich entspricht ein Wickingerhelm nicht dem, was ich unter ordentlicher Kleidung für den Straßenverkehr verstehe.

So viel zu meinen Erlebnissen heute. Ich wünsche Ihnen, meine lieben Leser, dass sie von derartiger Belästigung verschont bleiben.




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